Reifeprüfung für HEITEC VOLLEYS gegen Meister Grafing

Spitzenspiel am Samstag in Eltmann – Trainer fordert: Die Halle muss brennen

In den Wochen der Wahrheit folgt für die HEITEC VOLLEYS am Samstag (Beginn 19.30 Uhr) der zweite Akt. Jetzt sind die Eltmanner nach der überflüssigen 2:3-Niederlage beim Spitzenreiter Mainz-Gonsenheim vor eigenem Publikum extrem gefordert. Kein geringerer als der amtierende Meister TSV Grafing gibt in der Georg-Schäfer-Halle seine Visitenkarte ab.

Für die Unterfranken geht es in der frühen Phase der Rückrunde bereits um alles oder nichts. Nur mit einem Sieg bleiben sie im Rennen um den Titel. Deshalb bereiteten sich die HEITEC VOLLEYS auch mit höchster Konzentration auf das Spitzenspiel vor, arbeiteten intensiv an den Schwachpunkten und übten Aufschläge in allen Varianten bis zur Erschöpfung. „Wenn wir die richtigen Lehren aus dem Spiel in Mainz ziehen,“ unterstreicht Cheftrainer Marco Donat, „haben wir ein große Chance, die Grafinger in die Knie zu zwingen.“ Akribisch versuchte er seinen Schützlingen zu vermitteln: „Vier Dinge sind besonders wichtig. Wir müssen hellwach und dynamisch von der ersten Sekunde an ins Spiel gehen, druckvolle, platzierte Aufschläge servieren, die Blockabwehr verbessern und agieren statt reagieren.“ Darüber hinaus hat Donat noch einige spezielle Spielzüge einstudieren lassen: „Die sind aber geheime Kommandosache. Damit wollen wir die Grafinger überraschen.“

Für ihn sind die Gäste aus der Region München das aktuell beste Team in der zweiten Bundesliga Süd, quasi eine Filiale des Bundesligisten TSV Herrsching. Zwei Spieler ragen dabei besonders heraus. Der 26jährige Zweimeter-Mann Julius Höfer verfügt über drei Jahre Erstliga-Erfahrung von 2014 bis 2017 bei den Volleyball-Cracks vom Ammersee. Experten halten ihn für den komplettesten und besten Außenangreifer der Liga. Zudem verfügt der Linkshänder über sehr gute Annahme-Qualitäten. Zu den herausragenden Persönlichkeiten zählt auch der 23jährige, 1,97 Meter große Michael Zierhut, der den HEITEC VOLLEYS bereits bei der 0:3 Niederlage im Hinspiel das Leben schwer machte. Wenn der Power-Diagonal-Angreifer erst in Fahrt kommt, ist er nur sehr schwer zu stoppen.

Doch Bangemachen gilt für die Unterfranken nicht. „Wir haben sicher Respekt vor den Grafingern,“ räumt Marco Donat ein, „aber keine Angst. Auch sie sind zu schlagen.“ Immerhin verlor der amtierende Meister zuhause gegen die zweite Mannschaft der TG Rüsselsheim mit 2:3. Und auch die HEITEC VOLLEYS schafften das Kunststück. Im bayerischen Pokalfinale in Memmelsdorf besiegten sie im vergangenen Herbst den haushohen Favoriten überraschend klar mit 2:0 (25:22, 25:18). Damals ließen die Unterfranken mit exzellentem Power-Volleyball ihren Gegner nicht zur Entfaltung kommen. „Wir haben das Zeug dazu, den Grafingern die zweite Niederlage in dieser Saison zu zufügen“, versucht Marco Donat seine Jungs stark zu reden, „wir müssen nur selbstbewusst ins Spiel gehen und dürfen uns kaum Fehler erlauben.“

Eine ganz wesentliche Rolle spielen bei der Reifeprüfung der HEITEC VOLLEYS gegen Grafing auch die Zuschauer in der Eltmanner Georg-Schäfer-Halle. „Ich hoffe auf ein volles Haus. Die Partie wird auf Messersschneide stehen. Wir brauchen deshalb gleich von Beginn an ihre lautstarke Unterstützung. Von ihnen muss der Funke aufs Spielfeld überspringen.“ wünscht sich der Coach, „die Halle muss brennen, unsere Fans müssen uns zum Sieg tragen.“

Aufgebot HEITEC Volleys Eltmann: Couchman, Engel, Peta, Richter, Kolbe, Schmitt, Krüger, Kellermann, Werner, Stoyanov, Wacek, Bibrack, House, Strobel

Trainer Marco Donat, Co-Trainer Marco Knauer

Teammanager Bernhard Wegmann