HEITEC VOLLEYS nach dem Pokalaus: Jetzt auf die Bundesliga konzentrieren

Manager Rolf Werner analysiert sachlich: Reifeprozess für junges Team

Böses Erwachen für die HEITEC VOLLEYS im Pokalwettbewerb: Der bayerische Pokalsieger wurde nach einer bitteren 2:3-Niederlage (25:21, 25:21, 29:31, 21:25 und 13:15) bei den Blue Volleys Gotha abrupt aus allen Träumen gerissen. Wie eine Seifenblase platzte damit die Qualifikation für das Achtelfinale des DVV-Pokal. In der Runde der besten 16 deutschen Pokalteams wäre ein prestigeträchtiges Heimspiel gegen den Erstligisten Helios Grizzlys Giesen möglich gewesen.

Über die Ursachen des überraschenden Ausscheidens herrschten noch gestern unterschiedliche Ansichten. Manager Rolf Werner, der selbst nicht in Gotha war, analysierte sachlich den Black-out: „Das Ausscheiden tut sicher weh. Ich hätte uns zuhause gegen den Bundesliga-Aufsteiger Giesen erhebliche Chancen für ein Weiterkommen zugetraut. Gleichwohl ist der Pokal eine schöne Nebensache, aber nicht essentiell. Wir können uns jetzt voll auf die Liga konzentrieren. Das ganze ist auch ein Reifeprozess für unser junges Team. Wir müssen aus diesen Erfahrungen schnell lernen, um möglicherweise in der nächsten Saison in der ersten Liga bestehen zu können.“ Wesentlich ist für Rolf Werner: „Wir haben in Hammelburg ein überragendes Spiel gezeigt. Darauf müssen wir in den folgenden Spielen aufbauen, um das Pokalaus schnell aus den Köpfen zu bekommen.“

Cheftrainer Marco Donat hatte sich selbst gestern nachmittag noch nicht richtig vom bedauerlichen Pokal-K.o. seiner Mannschaft erholt: „Es ist äußerst ärgerlich, dass wir rausgeflogen sind, war absolut überflüssig. Wir hatten alle Chancen. Zuerst ist das Spiel so dahingeplätschert, dann hat uns die Aggressivität gefehlt, als die Gastgeber sich in einen Rausch spielten.“ Heute Abend wird es mit der Mannschaft eine knallharte Analyse geben, so Donat: „Wir dürfen jetzt keine Ausreden suchen. Wir mussten diese Partie gewinnen. Die Lehre daraus muss lauten, dass wir zukünftig unsere Einstellung ändern und jeden Gegner zu einhundert Prozent ernst nehmen sollten.“

Fakt ist: Die HEITEC VOLLEYS führten in Gotha nach zwei souveränen Sätzen bereits 2:0 und der Pokalsieg schien nur noch Formsache zu sein. Plötzlich vergaben sie im dritten Satz leichtfertig mehrere Matchbälle und verloren schließlich 29:31 verloren. Jetzt nahm das Unheil seinen Lauf. Die Eltmänner diskutierten mehr mit den Schiedsrichtern über angeblich zweifelhafte Entscheidungen als sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren. Selbst im Tiebreak führten sie klar mit 9:4 und 12:9 bevor die Gastgeber wie im Rausch ausglichen, mit 13:12 in Führung gingen und schließlich den Erfolg eintüteten.

HEITEC Volleys Eltmann: Clay Couchmann, Johannes Engel, Mircea Peta, Sebastian Richter, Max Kolbe, Daniel Schmitt, Merten Krüger, Sven Kellermann, Tobias Werner, Georgi Stojanow, Mariusz Wacek, Max Bibrack – Trainer Marco Donat,   Teammanager Bernhard Wegmann.