HEITEC VOLLEYS jagen Spitzenreiter: Nur ein Punkt fehlt

Zehnter Sieg in Serie – 3:1 Erfolg über Aufsteiger Blue Volleys Gotha

Mircea Peta zum wertvollsten Spieler gewählt!

Es ist vollbracht – aber es war nicht prachtvoll: Zum Auftakt der Rückrunde besiegten die HEITEC VOLLEYS vor knapp 500 Zuschauer in der Eltmanner Georg-Schäfer-Halle den Aufsteiger Blue Volleys Gotha mit 3:1 (18:25, 25:12, 25:21, 25:23). Beim zehnten Sieg in Serie ließen die Eltmanner nur kurzzeitig ihr famoses Können aufblitzen und müssen beim nächsten Auswärtsspiel in Mainz-Gonsenheim eine gehörige Schippe drauflegen, wenn sie weiterhin auf Erfolgskurs bleiben möchten. Zu den wertvollsten Spielern der Begegnung wurden Mircea Peta (HEITEC VOLLEYS) und Christoph Aßmann (Gotha) gewählt.

Neben den HEITEC VOLLEYS (32 Punkte) haben jetzt in der zweiten Bundesliga Süd auch die anderen Spitzenteams TSV Grafing und Mainz-Gonsenheim elf Siege auf ihrem Konto. Die „Meenzer“ führen mit 33 Punkten die Tabelle an, nachdem sie in Karlsruhe nur 3:2 gewannen. Das Spiel des amtierenden Meisters Grafing (32 Punkte) in Unterhaching musste wegen des Schneechaos in Bayern abgesagt werden.

Auch wenn sich die Ausgangslage der Unterfranken leicht verbesserte, war Cheftrainer Marco Donat mit seiner Truppe nur stellenweise zufrieden. Vor allem der verlorene erste Satz ärgerte den ehrgeizigen Ruhrpottler: „Da waren wir nicht richtig da, waren zu passiv. Keiner meiner Junges wollte eine Führungsrolle übernehmen. Insgeheim haben sie wohl gehofft, dass Gotha für uns die Fehler macht. Doch die Thüringer haben uns nicht den Gefallen getan, sondern den ersten Satz klar dominiert.“ Donat setzte zu Beginn auf seine Stammformation der letzten Spiele mit Kolbe als Libero, mit Engel, Peta, Richter, Krüger und Wacek. Bis zum 7:6 lief alles nach Plan, doch dann gingen die Gäste in Front, bauten den Vorsprung auf 15:9 aus, verteidigten einen Fünfpunkte-Vorsprung bis zum 21:16. Beim Stand von 24:16 gab es den ersten Satzball, den Engel jedoch noch abwehren konnte. Dann setzte Herrmann mit dem 25:18 den Schlusspunkt.

Erst im zweiten Satz erinnerten sich die Eltmanner an ihr überragendes Können und fegten die Gäste vom Feld. Mit Wut im Bauch glichen sie zuerst einen 2:4-Rückstand aus und führten schnell 8:4. Vor allem Mircea Peta gab nun Vollgas. Über 13:6 (Kellermann mit Aufsteiger), 15:7 (Richter), 17:9 (Peta) und 19:10 (Ass von Wacek) schafften die HEITEC Volleys im ICE-Tempo den Ausgleich zum 1:1.

Danach schalteten sie allerdings wieder in den Energiespar-Modus zurück, nach dem Motto ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss. Nach einer 3:2 Führung im dritten Satz gerieten die Unterfranken mit 11:16 in Rückstand. Doch Engel, Peta und Wacek mit einem Ass sorgten für eine 17:16-Führung, die sie nicht mehr abgaben. Im vierten Satz waren besonders Richter und Engel für einen beruhigenden 11:5-Vorsprung zuständig. Doch Gotha gab sich nicht geschlagen und ging sogar mit 20:19 in Führung. HEITEC VOLLEYS Kapitän Basti Richter kassierte zudem beim ersten Schiedsrichter eine gelbe Karte wegen Meckerns, gab aber mit einem Block zum 23:20 genau die richtige Antwort. Wacek markierte schließlich mit dem 24:21 den ersten Matchball. Gotha konterte durch den Kanadier Patrick Strzalkowski auf 24:23. Dann hatte Peta die Faxen dicke und sein Gewaltschlag zum 25:23 beendete das Match.

Trotz der durchwachsenen Leistungen legte Cheftrainer Marco Donath das Mäntelchen der Nächstenliebe über die Partie: „Der Erfolg ist in die Kategorie Arbeitssieg einzu-ordnen. Was soll’s. Wir haben mit drei Punkten unser Soll erfüllt und konzentrieren uns jetzt auf die nächste Aufgabe. Das Spiel war sicher ein Wachrüttler für die kommenden heißen Wochen.“

Ganz schnell hakte auch Manager Rolf Werner den Pflichtsieg ab. In einem emotionalen Weckruf, der von Standing Ovations begleitet wurde, versucht er nach dem Erfolg die Zuschauer und Fans auf die kommenden Herausforderungen einzustimmen: „Gegen uns laufen alle Konkurrenten zu Hochform auf und wollen gewinnen. Uns wird nichts geschenkt. Deswegen müssen wir selbst unseren Weg gehen.“ In diesem Zusammen-hang bat Werner noch einmal um Verständnis für die Verlegung des Unterfrankenderbys gegen Hammelburg am 9. Februar in die Bamberger Brose Arena: „Wir beschäftigen uns ernsthaft mit der Eliteliga und wir haben großen Chance den Aufstieg auch zu schaffen. Aber die Liga verlangt den Nachweis, dass wir auch in einer großen Arena mit Event-Charakter spielen können. Bitte unterstützen sie uns. In Bamberg muss der Bär steppen. Wir träumen von etwa 3000 Zuschauern.“

HEITEC Volleys Eltmann:  Clay Couchmann, Johannes Engel, Mircea Peta, Sebastian Richter, Max Kolbe, Daniel Schmitt, Merten Krüger, Sven Kellermann, Tobias Werner, Georgi Stojanow, Mariusz Wacek, Max Biebrack, Marko Julian Knauer, Gary House; Trainer Marco Donat, Teammanager Bernhard Wegmann.