HEITEC VOLLEYS in Mainz: Rosenmontag schon am Sonntag?

Agieren statt reagieren: Eltmanner legten Trainings-Sonderschichten für das Spitzenspiel ein.

Der närrische Rosenmontag in Mainz als Höhepunkt der Karnevalszeit findet heuer zwar erst am 4. März statt. Doch für die HEITEC VOLLEYS könnte bereits der kommende Sonntag zum diesjährigen sportlichen Rosenmontag werden. Um 16 Uhr müssen die Eltmanner im Spitzenspiel der zweiten Liga Süd beim aktuellen Tabellenführer TSG Mainz-Gonsenheim antreten. Bei einem Sieg der Unterfranken würde die anvisierte Meisterschaft wieder ein Stückchen näher rücken.

Das Duell des Tabellendritten HEITEC VOLLEYS Eltmann beim Spitzenreiter Mainz-Gonsenheim verspricht spektakuläre Ballwechsel und pure Dramatik par excellence, also in höchster Vollendung. Beide Top-Teams befinden sich quasi auf gleicher Augenhöhe und holten in 13 Begegnungen elf Siege. Mainz verlor zuhause 2:3 gegen den amtierenden Meister Grafing und völlig überraschend mit dem gleichen Ergebnis beim Aufsteiger Mimmenhausen. Die Eltmanner patzten in Grafing und zuhause gegen die Mainzer jeweils mit 0:3. In der Tabelle haben die „Meenzer“ mit 33 Punkten nur um einen winzigen Zähler leicht die Nase vorne.

Die Statistik besagt weiterhin, dass die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz für die Unterfranken ein heißes Pflaster ist. In der Meistersaison 2016/17 verloren die Eltmanner nach einer 2:0 Führung noch im Tiebreak mit 2:3 und ein Jahr später glatt mit 0:3. Deshalb beantwortete HEITEC-VOLLEYS Mannschaftskapitän Sebastian „Basti“ Richter auch in seinem Spieler-Profil die Frage „Was Verrücktes würdest Du gerne machen?“ spontan und leicht angefressen so: „Einmal in meiner Karriere möchte ich noch in Mainz gewinnen“.

Gleichwohl möchte der seit dieser Saison amtierende HEITEC VOLLEYS Cheftrainer Marco Donat nicht von einem bösen Fluch in der Karnevalshochburg sprechen: „Ich persönlich halte nichts von Verschwörungstheorien und Aberglauben. Für mich ist das bisherige bescheidene Abschneiden eine zusätzliche Herausforderung, endlich Punkte zu holen.“ Der ehrgeizige Coach fährt voller Zuversicht und Optimismus mit seinem Team an den Rhein: „Die Partie wird sicher ein offener Schlagabtausch. Vor eigenem Publikum sind die Gastgeber auf jeden Fall Favorit. Aber wir wollen gewinnen und uns für die bittere 0:3-Pleite im ersten Heimspiel der Saison revanchieren.“

Die Niederlage liegt Marco Donat immer noch schwer im Magen. Unumwunden räumt er ein: „So klar haben wird in dieser Saison noch nicht verloren. Aber für uns kam das Spiel zu früh. Wir waren noch nicht eingespielt.“ Doch das änderte sich inzwischen gewaltig. Die HEITEC VOLLEYS legten danach eine beeindruckende Erfolgsbilanz von zehn Siegen in Serie hin und möchten diese in Mainz fortsetzen, wie Marco Donat unter-streicht: „Wir befinden uns jetzt auf einem ganz anderen Level. Wir haben uns mit aufwendigen Video-Studien akribisch auf die Partie vorbereitet. Mein Team brennt und leistet sogar Überstunden im Training.“ Bis auf Montag schwitzen die HEITEC VOLLEYS jeden Tag zwei Stunden, vormittags und abends versteht sich. Auch

Samstagfrüh ist noch eine Zusatzschicht eingeplant.

In Bezug auf seine Strategie und Taktik will sich Marco Donat natürlich nicht in die Karten blicken lassen: „Wir haben uns einige Überraschungen ausgedacht. Generell vertrauen und konzentrieren wir uns auf unsere eigenen Stärken. Wir werden versuchen unser Spiel durchzusetzen. Wir wollen agieren, nicht reagieren.“

Aufgebot HEITEC Volleys Eltmann: Couchman, Engel, Peta, Richter, Kolbe, Schmitt, Krüger, Kellermann,  Werner, Stoyanow, Wacek, Bibrack, Knauer, House

Trainer: Marco Donat, Teammanager Bernhard Wegmann