HEITEC VOLLEYS fokussiert auf Düren

5 von 5 Angriffen erfolgreich über die Mitte eingebracht, von 12 druckvollen Float-Aufschlägen nur einen knapp ins Aus gesetzt – das macht für Mittelblocker Luuc van der Ent „nur“ 95% Quote beim letzten Heimspiel gegen den Tabellenführer Berlin Recycling Volleys. Ausreichend ist das für den 2,08m großen Niederländer nicht – sehr ehrgeizig ist er und das aus doppeltem Grund. „Natürlich will ich immer das Beste rausholen und wir müssen jetzt gegen Düren, Lüneburg und Bühl ans Maximum gehen, um unsere Tabellensituation zu verändern.“

Es wurmt ihn sehr, dass die HEITEC VOLLEYS überragende Spiele gegen die Granden der Liga ablieferten, aber gegen die Netzhoppers und Rottenburg wichtige Punkte nicht mitgenommen haben. Und auch in Herrsching war vielleicht noch mehr drin, trotz sehr bescheidener Hallenverhältnisse. Die dortige Halle erfüllt gerade mal Zweitligastandards und ist mit knapp 7,00m nur halb so hoch wie die Brose Arena Bamberg.

Das ist beim kommenden Spiel anders, denn die Arena Kreis Düren hat in etwa die Raumverhältnisse wie der Bamberger Volleyballtempel, wenn auch nur ein Drittel der Zuschauerkapazität. Aber 12m Deckenhöhe, das reicht dem langen Schlacks dicke und noch was macht die Partie in Düren fast zum Heimspiel für van der Ent. Nach Hause, zu Eltern und Freundin sowie seinem Heimatclub Neede sind es keine 2 Stunden – er hofft auf lautstarke, niederländische HEITEC VOLLEYS-Fans in Düren.

Dass es auf jedes bisschen Unterstützung ankommt, weiß Headcoach Marco Donat auch. Der Bottroper kehrt ins Heimische zurück und kennt die Halle in Düren bestens. Nicht zu überhören sei der trommelnde Fanclub dort und wenn die Halle mit wahrscheinlich 1.5000 bis 2.000 Zuschauern annähernd voll sein wird, steigt der Lautstärkepegel gewaltig an. Aber das ficht ihn nicht an, genau wie die Tatsache, dass die Begegnung ein Livespiel sein und ab 19:00 Uhr im Free TV auf Sport1 übertragen wird. „Nach der langen Spielpause von 10 Tagen sind alle heiß auf das kommende Spiel. Wir haben die Zeit gut genutzt und uns akribisch auf unseren Gegner vorbereitet.“

Klar ist Düren der klare Favorit, aber die HEITEC VOLLEYS wissen ebenfalls, dass die Gastgeber zuletzt in der Liga geschwächelt haben, und das gleich dreimal in Folge. Die „Angriffsmaschine“ der Volleyballer aus der Nordeifel, der chilenische Diagonalangreifer Sebastián Gevert, kämpft mit schwankenden Leistungen. Auch der erfolgte Umbau der Mannschaft in ein verstärkt auf junge Deutsche setzendes Team stellt Düren Cheftrainer Stefan Falter vor so manche Herausforderungen.

Entsprechend motiviert sind die Mainfranken, sagt Donat: „Wir wollen an die sehr gute Leistung gegen Berlin anknüpfen, wenn uns das gelingt, werden wir in Düren punkten.“

Auch HEITEC VOLLEYS Macher Rolf Werner sieht die Weichen für ein zählbares Ergebnis gestellt. „Nach dem spielfreien Wochenende und einem vorläufigen Ende der anstrengenden englischen Wochen fährt die Mannschaft erholt und voller Tatendrang nach Düren. Wir wollen dort Punkte für die Tabelle holen. Dazu brauchen wir auch das Glück des Tüchtigen, das sich das Team um Kapitän Merten Krüger erarbeiten muss.“

Da das Spiel live ab 19.00 Uhr im Free TV zu sehen ist, sei es natürlich ein Muss für alle HEITEC Volleys Fans, aus der Ferne die Mannschaft zu unterstützen und die positiven Schwingungen über den Luftweg nach Düren zu verbreiten.

Luuc van der Ent ist dieser Fan-Support und der Glaube an sein Team sehr wichtig und die Stimmung im „Volleydome“ Bamberg gegen Berlin, das sei „schon der Hammer gewesen, was da abging.“ Er fordert von sich und den Teamkollegen den absoluten Fokus bei jedem Punkt in Düren, die Lautstärke und die Stimmung in fremden Hallen, die würden beiden Teams helfen. Für den Holländer ist das nichts Neues: In Italiens Topclub Modena wurde er letztes Jahr in die Champions League eingeführt und diesen Sommer gab er seine Premiere auf dem Europameisterschafts-Parkett für die Niederlande.

Volle Hallen, lautstarke Fans, das liebt van der Ent und vor allem die Aussicht, am Donnerstag vor niederländischen Fans punkten zu können. „Das gibt mir den Extrakick, aber entscheidend ist, dass wir als Team kämpfen und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Bist Du am Drücker, dann hast Du alle Optionen. Es wird Zeit für uns zu beweisen, dass wir die PS auch auf die Straße bringen können.“