HEITEC VOLLEYS fehlt noch ein Sieg zum Titel

Glatter 3:0-Heimerfolg über den amtierenden Vizemeister SV Schwaig im Franken-Derby

Eine Hand haben die HEITEC VOLLEYS bereits am Meisterpokal der zwei Bundesliga Süd nach einem glatten 3:0-Erfolg (25:18, 25:20, 25:23) über den amtierenden Vizemeister SV Schwaig am vorletzten Spieltag der Saison. Ganz in ihren Besitz nehmen wollen die Eltmänner die Trophäe am kommenden Samstagabend in Freiburg mit einem Sieg über die gastgebende Turnerschaft.

Doch das Titelrennen bleibt weiterhin ultra spannend. Unerbittlich gejagt werden die Unterfranken immer noch vom TSV Grafing. Die Oberbayern lösten mit dem gleichen Ergebnis beim Aufsteiger Mimmenhausen ihre Hausaufgaben und machen sich ebenfalls noch Hoffnungen auf die Titelverteidigung. Mit einem klaren Sieg in ihrem Nachholspiel am Mittwoch bei den AlpenVolleys Haching II können sie sich bis auf zwei Punkte an den Spitzenreiter heranpirschen und wie die HEITEC VOLLEYS auf 20 Siege in 23 Begegnungen kommen. Im Satzverhältnis, das entscheidet, wenn beide Teams punkt- und sieggleich wären, haben die Eltmänner bei 62:22 und 62:25 noch leicht die Nase vorne.

Doch die HEITEC VOLLEYS wollen es gar nicht auf Rechenschieber-Entscheidungen im Schwarzwald ankommen lassen, unterstreicht Manager Rolf Werner: „Mit einem klaren Sieg werden wir alle Spekulationen vom Tisch wischen. Jetzt sind wir so dicht dran. Nun wollen wir uns auch für die harte Saison belohnen. Alle sind total heiß und können es gar nicht erwarten, den Pokal und die Goldmedaillen in Empfang zu nehmen.“ Der Architekt des Eltmanner-Erfolgsprojekts ist sich sicher: „Wir werden in Freiburg noch einmal absolut fokussiert auftreten und von Beginn an keinen Zweifel aufkommen lassen, dass wir die Meisterschaft verdient haben.“

Auch Cheftrainer Marco Donat ist überzeugt, dass seine Jungs auf der Zielgeraden des Meisterschaftsrennens nicht einbrechen. „Jeder will unbedingt den Titel und ist bereit, sein letztes Hemd dafür zu opfern. Jetzt lassen wir nichts mehr anbrennen.“ Mit dem Ergebnis gegen Schwaig ist Marco Donat zufrieden: „Es war ein typisches Derby. Die Schwaiger wollten uns unbedingt ein Bein stellen. Aber wir haben mit unserer Qualität und Erfahrung dagegengehalten.“ Begeistert war Donat vom Aufschlagsspiel seiner Mannschaft: „Wir haben dies vorher intensiv trainiert. Ich freue mich, dass besonders Mircea Peta mit knallharten und angeschnittenen Angaben dies hervorragend umgesetzt hat. Dagegen haben wir in der Blockabwehr etwas geschludert. Aber mein Team scheint sich wie ein gutes Pferd zu verhalten. Es springt nur so hoch wie es unbedingt muss.“

Vor 630 Zuschauern hatten die HEITEC VOLLEYS den Vizemeister der vergangenen Saison einigermaßen im Griff und demonstrierten ihre absolute Siegermentalität. Im ersten Satz konnten die Gäste nur anfangs mithalten und gaben sich frühzeitig geschlagen. Mehr Widerstand leisteten sie im zweiten Durchgang und gingen sogar einmal mit 15:14 in Führung. Doch dann schalteten die Eltmänner einen Gang hoch und schmetterten den Gegner vom Feld. Auf Messersschneide stand allerdings der dritte Satz, als die HEITEC VOLLEYS zunächst die Zügel schleifen ließen und sogar mit 8:11 in Rückstand gerieten. Aber eine Gala-Vorstellung von Mircea Peta mit Torpedo-Assen und unerreichbaren Schmetterbällen sorgte für eine erfolgreiche Aufholjagd. In dieser Phase kamen auch die Zuschauer voll auf ihre Kosten, als die Dramatik bei jedem Ballwechsel stieg und schließlich beim 23:23 ihren Höhepunkt erreichte. Mit viel Routine und beeindruckender Klasse beendeten aber die Unterfranken den Traum vom Schwaiger Satzgewinn und machten abgebrüht und gnadenlos den Sack zu.

Zu den wertvollsten Spielern der Partie wurden von den Trainern der HEITEC VOLLEYS Kapitän Basti Richter in seinem Abschiedsheimspiel und der ehemalige Eltmanner Christian Nowak vom SV Schwaig gewählt. Einen Bericht vom Franken-Derby zeigt das dritte Programm des Bayerischen Fernsehens am Montag ab 17.30 Uhr in der Frankenschau aktuell.

Aufgebot HEITEC Volleys Eltmann: Couchman, Engel, Peta, Richter, Kolbe, Schmitt, Krüger, Kellermann, Werner, Stoyanov, Wacek, Bibrack, Strobel – Trainer Marco Donat, Co-Trainer Marco Knauer.