Dramatischer 3:2 Sieg der HEITEC VOLLEYS

Der Trainer fielen 300.000 Steine vom Herzen

Bayerisches Derby gegen AlpenVolleys Haching II nach 0:2 Rückstand gedreht

Das war nichts für schwache Nerven: In einem hoch dramatischem bayerischen Derby gewannen die HEITEC VOLLEYS nach einem 0:2 Rückstand noch mit 3:2 (23:25, 17:25, 25:14, 25:20, 16:7) gegen die überraschend starken AlpenVolleys Haching II. Zum wertvollsten Spieler (MVP) der Partie wurden Mircea Peta bei den HEITEC VOLLEYS und Hristiyan Dimitrov bei den Gästen gewählt.

Der sechste Sieg in Serie der Unterfranken stellte die über 500 Zuschauer aber auch die Trainerteams auf eine brutale Geduldsprobe und eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Deshalb war die Erleichterung beim Eltmanner Cheftrainer Marco Donat nach dem Krimi natürlich riesengroß: „Mir fallen 300.000 Steine vom Herzen. Das Match war heute ein totales Auf und Ab.“ Seine Spielanalyse: „Im ersten Satz war aus meiner Sicht noch alles in Ordnung, obwohl wir diesen verloren. Unterhaching ist eine ganze ausgeglichene Mannschaft. Im ersten Satz haben die Oberbayern sehr gut aufgeschlagen. Im zweiten Satz sind wir ein wenig auseinander gebrochen, jedoch am Ende wieder reingekommen. Danach sind alle über sich hinausgewachsen und haben Nerven wie Drahtseile bewiesen.“

Ein großes Kompliment sprach Donat dem gesamten Team aus: „Ob das jetzt die Stimmung von der Bank war oder die grandiosen Einsätze. Alles war Hammer, Hammer, Hammer. Und was dann noch im fünften Satz passierte war ein absoluter Traum.“ Zwei Spieler lobte Marco Donat dennoch ganz besonders: „Mein außerordentlicher Dank gebührt Mircea Peta und Maxi Bibrack. Ich bin total stolz, solche Spieler in meinem Team zu haben. Jetzt freuen wir uns einfach nur noch und genießen das Wochenende.“

Eigentlich hatten viele in der Eltmanner Georg-Schäfer-Halle das Match nach einer schwachen Vorstellung, einer desaströsen 17:25 Pleite im zweiten Satz und einem frustrierenden 0:2 Rückstand bereits abgeschrieben. Doch in seiner Pausenansprache muss HEITEC VOLLEYS Trainer Marco Donat ein kleines Wunder vollbracht und genau den Nerv seiner Schützlinge getroffen haben. Denn die Unterfranken kamen wie verwandelt aus der Kabine und feierten eine nicht mehr für möglich gehaltene Auferstehung. Im dritten Satz fegten sie die Hachinger förmlich aus der Halle. Doch im vierten Satz schien die Aufholjagd jäh beendet. Nach einem 11:17 Rückstand setzte fast niemand mehr einen Pfifferling auf die Hausherrn. Sie hatten allerdings die Rechnung ohne den HEITEC VOLLEYS Star Mircea Peta gemacht. Dem rumänischen Ausnahmespieler gelangen sieben Super-Aufschläge in Folge, so dass sein Team plötzlich mit 18:17 vorne lag. Auch Sebastian Richter bewies in dieser Phase, dass er ein echter Kapitän ist und seine Rolle als verlängerter Arm des Trainers auf dem Feld perfekt ausfüllen und sein Team immer wieder mitreißen konnte. Mit einem 25:20 im vierten Satz keimte plötzlich wieder Hoffnung auf einen Sieg auf.

Im fünften entscheiden Satz markierten zwar die Gäste aus der Region München den ersten Punkt. Doch danach zündeten die HEITEC VOLLEYS ein wahres Feuerwerk. Im Mittelpunkt stand dabei Youngster Maxi Bibrack, der schon beim 3:0 Erfolg in Fellbach mit dem MVP-Titel ausgezeichnet worden war. Er setzte nervenstark zwei Asse zum 3:1 sowie 4:1 und sorgte dafür, dass die Begeisterungskurve in der Halle steil nach oben ging. In den Sätzen davor hatte er noch mehrere Aufschläge ins Netz gedonnert. Dem Nesthäkchen gehörte auch das Finale. Eiskalt verwandelte er die Matchbälle zum 14:6 und 15:7.

HEITEC Volleys Eltmann: Clay Couchman, Johnny Engel, Mircea Peta, Sebastian Richter, Max Kolbe, Daniel Schmitt, Merten Krüger, Sven Kellermann, Tobias Werner, Georgi Stojanov, Mariusz Wacek, Max Bibrack, Marko Knauer, Gary House.
Trainer: Marco Donat, Manager: Rolf Werner, Team-Manager: Bernhard Wegmann.