3:1 in Rüsselsheim: HEITEC VOLLEYS weiter auf Titeljagd

Cheftrainer Marco Donat glücklich: “Meine Jungs hielten sich an meine taktischen Vorgaben”

Die HEITEC VOLLEYS sind ihrem großen Ziel, den Gewinn der Meisterschaft, wieder ein kleines Stückchen näher gekommen. Im Spitzenspiel beim Tabellenvierten TG Rüsselsheim II feierten sie einen relativ klaren 3:1 Erfolg (25:21, 23:25, 25:22, 25:21). Damit holten sie aus dem Hammer-Dreierpack gegen die stärksten Mannschaften Mainz, Grafing und Rüsselsheim zwei Siege und eine unglückliche Niederlage. Der Triumph ist auch beste Werbung für das nächste Heimspiel am kommenden Samstag in der riesigen Bamberger Brose Arena gegen Hammelburg. Zu den wertvollsten Spielern wurden Merten Krüger (HEITEC VOLLEYS) und Philipp Schumann (Rüsselsheim) gewählt.

Die Eltmanner (38 Punkte) können jetzt sogar den aktuellen Spitzenreiter Mainz-Gonsenheim (40 Punkte), der bereits ein Spiel mehr absolvierte, in der Tabelle überflügeln, da das Team aus der Hauptstadt von Rheinland-Pfalz zuhause überraschend gegen den Aufsteiger Gotha mit 2:3 verlor. Vorausgesetzt die Unterfranken leisten sich keine Aussetzer beim Doppelspieltag in zwei Wochen am Bodensee gegen Friedrichshafen und Mimmenhausen. Die besten Chancen im Titelrennen hat zur Zeit der amtierende Meister TSV Grafing, der in seiner „Bärenhöhle“ 3:1 gegen Freiburg gewann. Die Oberbayern rangieren im Augenblick mit 13 Siegen und 39 Punkten aus 15 Partien auf dem zweiten Platz.

Doch auf Rechenexempel will sich HEITEC VOLLEYS Cheftrainer Marco Donat gegenwärtig nicht einlassen: „Wir schauen nur auf uns. Natürlich möchten wir gerne den Titel gewinnen. Aber genau so wichtig ist, dass wir als Mannschaft noch besser werden und unsere Spieler signifikant weiterentwickeln.“ Insofern war der Coach mit dem Auftritt seiner Jungs in der Autostadt schon ziemlich zufrieden: „Der erste Satz hat mir sehr gut gefallen. Danach schlich sich zwar teilweise erneut der Schlendrian ein. Aber wir haben wieder die Kurve bekommen und mit hoher Konzentration den Sack zugemacht.“

Besonders glücklich war Donat, dass sich seine Schützlinge weitgehend an seine taktischen Vorgaben hielten: „Alle spielten mit großer Disziplin und sehr fokussiert. Auch Mircea Peta ging bei seinen Granatenaufschlägen nicht immer volles Risiko.“ Komplimente gab es für Maxi Bibrack. Er wurde in der Schlussphase für Kapitän Basti Richter eingewechselt, der sich völlig verausgabt hatte. Auch Mariusz Wacek stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Der zuletzt überragende Pole hatte noch am Donnerstag und Freitag wegen Grippesymptomen nicht traineren können. Etwas befremdet war Donat von der eigenartigen Atmosphäre in der Großsporthalle in Rüsselsheim: „Die Geisterkulisse von etwa 50 Zuschauern erzeugte wenige Emotionen und kein intensives Match.“

Gleichwohl ließen sich die Eltmanner davon nicht anstecken. Im ersten Satz dominierten sie schnell mit 12:8 und 20:12 und demonstrierten, wer die bessere Mannschaft ist. Danach ließen sie wieder die Zügel schleifen, kämpften sich noch einmal auf 22:22 heran, mussten aber den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen. Anschließend war der Wille klar erkennbar, drei Punkte erringen zu wollen. Im dritten Satz legten sie mit 6:1 los wie die Feuerwehr und ließen nichts mehr anbrennen. Etwas wackliger verlief aus Sicht der Donat-Schützlinge der entscheidende vierte Satz. Die Gastgeber führten mit 5:1 und 10:8. Doch dann schafften die Eltmanner mit fünf Punkten in Folge die Wende. Rüsselsheim II glich zwar noch einmal zum 15:15 aus, war aber gegen die starken Eltmannerohne Chance.

Aufgebot HEITEC Volleys Eltmann: Couchman, Engel, Peta, Richter, Kolbe, Schmitt, Krüger, Kellermann, Werner, Stoyanov, Wacek, Bibrack, House, Strobel – Trainer Marco Donat, Co-Trainer Marco Knauer, Teammanager Bernhard Wegmann.